Flüssigkeiten haben die Eigenschaft, unter Druck Gase aufzunehmen und bei Druckverlust wieder abzugeben. Wird in einem Keg Druck angelegt, so löst sich auch im Bier oder anderen Getränken CO2. Je nach Höhe des Drucks und Art des Getränks kann es dann beim Zapfen durch die plötzlich austretende Kohlensäure zu übermäßiger Schaumbildung kommen. Das Resultat sind Schankstörungen bis hin zur Nichtschankbarkeit.
Zu einer extrem schnellen und starken Aufcarbonisierung kommt es bei Weizenbier, alkoholfreien und alkoholarmen Bieren sowie bei Sirup und Light-Getränken. Bei Bieren nach irischer und englischer Brauart ist zur Unterdrückung der Schaumbildung ein hoher Stickstoffanteil erforderlich. Wie schnell ein Getränk aufcarbonisiert, ist abhängig vom CO2-Druck, der Temperatur und der Lagerzeit.
Viele moderne Schankanlagen sowie baulich bedingte lange Bierleitungen erfordern einen hohen Schankdruck, deshalb carbonisieren Getränke verstärkt auf. Computerschankanlagen und Zählwerke, die immer mehr Verwendung finden, können nur problemlos eingesetzt werden, wo Getränke nicht aufcarbonisieren.
Diese Probleme werden durch den Einsatz von Kohlensäure / Stickstoff-Mischgas gelöst. Bei solchen Mischungen werden die Vorteile beider Gase genutzt: Der Kohlendioxidanteil sorgt für die Frische des Getränkes, der Stickstoffanteil bewirkt die problemlose Förderung auch über lange Leitungen, überwindet Steigungen, ohne das Getränk zu beeinflussen und sorgt für einen zügigen Zapfvorgang und damit auch für eine bessere Qualität und nicht zuletzt für zufriedenen Gäste .
Was ist Stickstoff?
Stickstoff ist nachteilig für die Resenz, für den Geschmack , für die Schaumhaltigkeit und für die Lagerfähigkeit. Deshalb muss das Mischungsverhältnis von Stickstoff und CO2 auf die speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Gaststätte eingestellt sein, damit der Kohlensäureanteil so hoch ist, dass der CO2-Gehalt im Bier erhalten bleibt.
Mischgas in Flaschen gibt es hauptsächlich nur in den Standardmischungen mit 20% oder 30% oder 10% Anteil. Mischungen mit einem Kohlensäureanteil über 30% können in Hochdruckflaschen nur unter Verringerung des Inhaltes gelagert werden. Mit einem CO2-N2-Mischer kann ein ideales Mischgas erzeugt werden. Die CO2-Versorgung kann dabei mit Flaschen oder dem CARBO-Minitanksystem, bei N2-Versorgung mit Flaschen oder über CARBO Air-Separatoren erfolgen.







